Herbie Hancock: Head Hunters (45rpm-edition)

Herbie Hancock: Head Hunters (45rpm-edition)

AS AAPJ 084-45

Format: 2LPs 200g 45rpm / Standardcover

Hersteller: Acoustic Sounds

Originallabel: Columbia

Veröffentlichungsdatum: 30.06.2017

Status: Neuveröffentlichung, bereits lieferbar

"Head Hunters" - Herbie Hancock (synth, el-p, keyb, pipe); Bennie Maupin (sax, cl, fl); Paul Jackson (b, marimbula); Harvey Mason (dr); Bill Summers (cga, tamb, perc, dr)

Wenige Künstler in der Musikindustrie hatten mehr Einfluss auf den akustischen und den elektronischen Jazz und R&B als Herbie Hancock.
1963 lud Miles Davis Hancock ein, dem Miles Davis Quintett beizutreten. Während der fünf gemeinsamen Jahre nahm Herbie viele Klassiker mit der Jazzlegende auf, darunter "ESP", "Nefertiti" und "Sorcerer", und spielte später zudem noch auf Davis' bahnbrechenden Alben "In A Silent Way" und "Bitches Brew".
Hancocks eigene Solokarriere gedieh bei Blue Note, mit klassischen Alben wie "Maiden Voyage", "Empyrean Isles" und "Speak Like A Child". Nachdem er Davis' Truppe verlassen hatte, stellte Herbie eine neue Band zusammen, die er The Headhunters nannte, und nahm 1973 "Head Hunters" auf. Das war ein Schlüsselpunkt in Hancocks Karriere, der ihm eine Vorreiterrolle beim Fusion-Jazz verlieh. Hancock hatte sowohl auf seinen eigenen Alben als auch mit Miles Davis die Grenzen der Avantgarde erweitert, aber noch nie hatte er sich dem Groove derart hingegeben wie auf "Head Hunters“. Indem er kräftig auf Sly Stone, Curtis Mayfield und James Brown aufbaute, entwickelte Hancock sehr unkonventionelle, sogar mutige Rhythmen, die er mit Soli auf elektrischen Synthesizern überspielte, wodurch er dieses Instrument im Jazz an die vorderste Front brachte. Die Aufnahmen hatten all’ die außerordentliche Empfindsamkeit des Jazz, besonders, wenn Hancock sich in langen Improvisationen verlor, aber die Rhythmen waren fest verwurzelt in Funk, Soul und R&B, was die Platte derart attraktiv für ein breites Publikum machte, dass sie zum – bis dahin – meistverkauften Jazzalbum wurde (ein später noch überbotener Rekord).
Jazzpuristen versuchten damals natürlich, das Experiment schlechtzureden, aber "Head Hunters" klingt auch vier Jahrzehnte nach der Erstveröffentlichung noch frisch und lebendig und Hancock’s Umformung des Genres erwies sich als enorm einflussreich nicht nur für den Jazz, sondern auch für Funk, Soul und Hiphop.

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