Ravel: Ma Mere l'Oye, Tzigane

Ravel: Ma Mere l'Oye, Tzigane

TACET L 977

Format: 1LP 180g 33rpm / Klappcover

Hersteller: TACET

Originallabel: Tacet

Veröffentlichungsdatum: 29.11.2013

Status: lieferbar

Maurice Ravel: "Ma Mère l'Oye", "Pavane pour une Infante défunte", "Tzigane" - Gordan Nikolic (v), Nederlands Philharmonisch Orkest unter der Leitung von Carlo Rizzi

Über die Farben und Formen der impressionistischen Malerei schlägt sich leicht eine gedankliche Brücke zur Musik von Ravel. Vor dem inneren Auge entstehen feine Pinselstriche, kleine bunte Flächen und Figuren, kleine Spitzlichter und zartes Pastell. Diese Vorstellungen aufnahmetechnisch in Schallkomplexe umzumünzen und auszubauen wie einen edlen Wein, ist beim Tacet-Label echte Herzensangelegenheit. Unter Einsatz historischer wie feinster analoger Aufnahme-Hardware bringen die Stuttgarter Spezialitäten auf den Teller, die so aufbereitet nirgendwo zu haben sind. Aber auch die engagierten Musiker – weitab von den hofierten Großverdienern der Branche – leisten Herausragendes: Selten hört man so fein gemischte Klangfarben, wie Carlo Rizzi und das Nederlands Philharmonisch Orkest aus den einfachen wie zauberhaften Miniaturen "La mère l’oye“ herausarbeiten. Beinah körperlich spürbar wird das Geschiebe zwischen impressionistischen silbrigen Streicherwellen und quirligem Bläsergegenwind. Darüber schweben immer wieder Gordan Nikolics singende Geigensoli, die bis ins hohe Flageolett ihre Substanz waren und so Kernmasse der Komposition bleiben. Dazu gibt es die seidig warme Orchesterfassung der elegisch voranschreitenden "Pavane pour un enfant defunte.“ Wie die ebenfalls erhältliche Tacet-LP L207 ist diese Schallplatte im klangoptimierenden Rückwärtslaufverfahren geschnitten.

Aufnahme: März und April 2012 in Beurs van Berlage, Amsterdam, von Andreas Spreer und Roland Kistner
Produktion: Andreas Spreer

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