Thelonious Monk: Criss-Cross

Thelonious Monk: Criss-Cross

Pure Pleasure CS 8838

Format: 1LP 180g 33rpm / Standardcover

Hersteller: Pure Pleasure

Originallabel: Columbia

Veröffentlichungsdatum: 15.08.2017

Status: Neuveröffentlichung, bereits lieferbar

"Criss-Cross" - Thelonious Monk (p); Charlie Rouse (ts); John Ore (b); Frankie Dunlop (dr)

"Criss-Cross" – Thelonious Monks zweites Album bei Columbia Records – bietet einiges vom Feinsten, was Monk mit seinem Trio und Quartett der Sechzigerjahre im Studio eingespielt hat. Ob er sich nun mit Pop-Standards befasst oder seine eigenen klassischen Kompositionen neu erfindet, Monk, Charlie Rouse (Tenorsaxophon), John Ore (Bass) und Frankie Dunlop (Schlagzeug) tauschen kraftvolle musikalische Einfälle aus und bieten auf der gesamten Platte potente Soli. Passenderweise eröffnet "Hackensack" – eine frenetische Original-Komposition – die Scheibe und demonstriert die Stärke des Bandleaders im Kontext eines Quartetts. Die solide rhythmische Unterstützung des Trios bietet Monk die Freiheit, endlose Kaskaden schlagender Wendungen und berauschende Akkord-Abfolgen loszulassen.Das Titelstück spiegelt auch die Fähigkeit der vier Musiker melodische Komplexitäten aufrecht zu erhalten, zeitweise derart anspruchsvoll, dass die Erwartung von Monk an die Musiker, egal welchen Kalibers, derartiges durchzuhalten, grausam scheint.
"Tea for Two" zeigt Monks Vorliebe für den großartigen Stride- oder 'Walking'-Piano-Stil von James P. Johnson und Willie 'The Lion' Smith. Hier hat das Arrangement mehr Leichtigkeit und zeigt ein Trio (ohne Rouse), das eher akzentuiert als Spaß zu treiben mit Monks wiederkehrenden Einsprengseln von Großartigkeit. Ebenso exzellent ist Monks Solo in "Don't Blame Me". Das ausgedehnte Auf und Ab der Läufe auf dem  Keyboard kann immer nur die immense Dankesschuld wiederholen, die den ursprünglichen Stride-Pianisten des frühen 20. Jahrhunderts gebührt. Dies ist erstklassiger Monk für jede Art von Hörer.
Lindsay Planer/AMG

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