Beethoven: Symphonies Nos. 1, 2 & 8

Beethoven: Symphonies Nos. 1, 2 & 8

TACET L 238

Format: 2LPs 180g 33rpm / Klappcover

Hersteller: TACET

Originallabel: Tacet

Veröffentlichungsdatum: 13.04.2017

Status: lieferbar

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur Op. 21, Nr. 2 D-Dur Op. 36 und Nr. 8 F-dur Op. 93 - Die Polnische Kammerphilharmonie unter der Leitung von Wojciech Rajski

Angesichts der großen Katalogbestände an überzeugenden Beethoven-Einspielungen gehört schon eine Portion Selbstbewusstsein dazu, eine weitere Edition der Sinfonien auf den Markt zu bringen. Mit der vorliegenden Produktion Beethovenscher Sinfonik weht ein frischer Wind durchs hohe Haus der Wiener Klassik, der manches dort thronendes Ton-Monument vom Sockel blasen könnte. Der Grund dafür liegt nicht allein im überragenden Klang, in dem die beiden frühen Sinfonien jugendlich frisch aufblühen, sondern im beherzten und mutigen Zugriff der Interpreten: Wojciech Rajski und das Polnische Kammerorchester musizieren einen freudig-mitreißenden, aber keineswegs reißerisch-illustrativen Beethoven: Die Musiker verstehen es, den explosiven Kern und seine weiche Umwandlung exzellent stimmig miteinander abzumischen und bescheren ein klar definiertes und satt klingendes Hörvergnügen. Liebevolle Aufmerksamkeit genießen Aufzeichnung und Wiedergabe der Bläserpassagen, deren körperreiche Intensität an die Aufnahmen mit Otto Klemperer in den 50er und 60er Jahren erinnert. Rajski frönt in den Ecksätzen den forschen Tempi, die besonders im brisanten Finale der 2. Sinfonie alle virtuosen Kräfte entfesseln. In der Achten, deren pochender Gestus des zweiten Satzes einst dem Erfinder des Metronoms Mälzel angedichtet wurde, entfesselt das muntere Spiel der polnischen Akteure sämtliche rhythmische, metrische und nicht zuletzt humoristische Kräfte. Spätestens jetzt, wo diese feuerköpfige Sinfonik vollständig im Hause Tacet bereitliegt, sollten Referenz-Jäger diese Schallplatten-Edition ins Visier nehmen.
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Aufnahme: 2005 und 2006 in der Kirche von "Stella Maris" in Sopot, Polen, von Andreas Spreer und Roland Kistner
Produktion: Andreas Spreer

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